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Seminarwechsel Referendariat Lehramt

Rechtsanwalt Rolf Tarneden

Der Seminarwechsel im Referendariat Lehramt wird nachgefragt bei Problemen in der Ausbildung. Diese können im privaten Bereich liegen (ReferendarIn wird Mutter oder Vater), sie können in der Ausbildung im Studienseminar oder in der Ausbildung in der Ausbilldungsschule liegen oder auch gewünscht sein nach dem Nichtbestehen der Staatsexamensprüfung. Für den Referendar ist mit dem Wechsel des Studienseminars zumeist die Hoffnung auf einen Neustart verbunden. Aus Sicht der Dienstherren (also zumeist der Landesschulbehörde) werden Anträge auf einen Seminarwechsel eher zurück gewiesen. In den richtigen Fällen ist der Seminarwechsel die einzige Möglichkeit, eine Perspektive im Referendariat zu behalten. Dieser Beitrag gibt einen Überblick.

alt 1. In welchen Fällen hat ein Seminarwechsel Aussicht auf Erfolg?

alt 2. Ist mit dem Semirnarwechsel auch der Wechsel der Ausbildungsschule verbunden?

alt 3. Prozessuale Durchsetzung

alt 4. Referenzen

alt 5. Was kostet der Anwalt? Kontaktaufnahme zum Anwalt.


1. In welchen Fällen hat ein Seminarwechsel Aussicht auf Erfolg?

Der Wechsel des Studienseminars hat Aussicht auf Erfolg, wenn er aus dringenden Gründen geboten ist. Solche Günde können sein:

  • ReferendarIn wird Vater oder Mutter während des Referendariats und ist auf kürzere Wege zu Ausbildungsschule und / oder Studienseminar angewiesen
  • Fortsetzung der Ausbildung an dem bisherigen Seminar ist unzumutbar

Die Frage, wann die Fortsetzung der Ausbilung zumutbar ist, ist nicht leicht zu beantworten. Typischerweise angefragt werden hier Probleme mit Ausbildern. Hier steht der Referendar vor einer schwierigen Entscheidung: Erträgt er die Ausbildungssituation mit der ständigen Angst, die Staatsexamensprüfung nicht zu bestehen oder sucht er offen den Konflikt mit dem Ausbilder (Befangenheitsantrag und / oder Antrag auf Wechsel des Studienseminars)?

Wer die Ausbildungssituation erträgt und dann im Examen durchfällt, wird im Nachhinein vielleicht bereuen, nicht zuvor den Seminarwechsel beantragt zu haben. Umgekehrt macht sich jeder Referendar, der den Seminarwechsel beantragt, Sorgen, wie es in der Ausbildung weiter gehen soll, wenn der Seminarwechselantrag abgelehnt wird.

Die richtige Entscheidung zu treffen ist schwer. Eine einfache Leitlinie gibt es aber: Wenn Sie als Studienreferendar die Fortsetzung mit dem Ausbilder, mit dem Sie Probleme haben, als chancenlos zu bewerten (also ohne Chance, das Staatsexamen zu bestehen), dann sollte der Seminarwechsel als Alternative ernsthaft durchdacht werden. Denn wozu auf eine Prüfung warten, bei der sicher das Nichtbestehen erwartet wird?

Leichter sind naturgemäß die Fällen, wenn ReferendarInnen im Referendariat Vater oder Mutter werden und dann Ausbildung und Familie unter "einen Hut" bringen müssen. Wenn die Wegezeiten beim neuen Seminar / Ausbildungsschule erheblich kürzer sind, spricht viel für die Gestattung eines Seminarwechsels.

Dies ist aber nur eine Richtschnur: Die Besonderheiten des Einzelfalles müssen im Auge behalten werden. So kommt es natürlich u.a. auch darauf an, wann der Semirnarwechsel begehrt wird: Er wird zur Halbzeit leichter sein als 2 Monate vor der Abschlussprüfung.

 

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2. Ist mit dem Seminarwechsel auch der Wechsel der Ausbildungsschule verbunden?

Im Normalfall ja. Dies liegt schon im Interesse der Prüfungsbehörde. Denn die Leiter der Studienseminare  müssen die Ausbildungsschulen besuchen für die Unterrichtsbesuche. Der Besuch einer Schule, die dem Studienseminar nicht zugeordet ist, ist daher in der Regel schon aus Sicht der Landesschulbehörden nicht gewünscht. 

Nach meiner Beratungspraxis ist bei wechselwilligen Referendaren so gut wie immer zugleich der Wechsel der Ausbildungsschule gewünscht.

 

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3. Prozessuale Durchsetzung

Zunächst wird der Wechel des Studienseminars bei dem Dienstherren beantragt. Soweit der Antrag abgelehnt oder nicht beschieden wird, steht der Weg zum Gericht offen: Klage oder Untätigkeitsklage. In Eilfällen kann ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt werden: Dies ist immer dann der Fall, wenn der begehrte Wechsel ohne Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung hinfällig werden würde, Beispiel: Der Wechsel wird im Mai beantragt zum Anfang Juli. Die Behörde hat auf den Antrag bis Mitte Juni nicht geantwortet: Dann kann das Ziel (Wechel zum Anfang Juli) nur erreicht werden durch einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung.

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4. Referenzen

Ich habe den Seminarwechsel wiederholt erfolgreich durchgesetzt, sowohl außergerichtlich als auch mit gerichtiicher Hilfe im Wege von Klage und Eilrechtsschutzverfahren. Vertrauen Sie auf diese Erfahrung erfolgreicher Prozessführung. Mandate dieser Art gibt es nur wenige. Entsprechend schwer ist es, Anwälte zu finden, die damit schon Erfolg hatten. 

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5. Was kostet der Anwalt? Kontaktaufnahme zum Anwalt

Beratung: Kalkulieren Sie für eine Beratung ca. 200 €.

Vertretung:  ab 1.000,00 €

Bei Interesse mailen Sie mir ( ) oder rufen durch: 0511. 220 620 60: In aller Regel ist in Fällen dieser Art zu Beginn eine ausführliche Beratung in einem persönlichen Gespräch nötig.  

 

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