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Aufenthaltserlaubnis für eine Ausbildung, § 17 AufenthG

Rechtsanwalt Rolf Tarneden

Deutschland ist weltweit eines der begehrtesten Länder: Frieden, Freiheit und tolle Berufsaussichten. Vor dem Beruf steht die Ausbildung. Wie kann man eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland für eine Ausbildung in einem Betrieb erlangen? Für einen erfolgreichen Antrag muss der Bewerber geeignet sein. Er braucht einen Ausbildungsvertrag. Sodann sollte der Migrationshintergrund geschildert werden können, also die Motivation, warum gerade in Deutschland die Ausbildung gemacht werden soll. Wegen des zunehmenden Fachkräftemangels in Deutschland ist das Interesse an Zuwanderung geeigneter Migranten für die Bundesrepublik so hoch wie nie in den vergangenen Jahren. Dieser Beitrag informiert über die wichtigsten Fragestellungen. Vertrauen Sie auf meine Erfahrung von bald 20 Jahren in Rechtsstreitigkeiten mit Deutschen Botschaften weltweit. Bundesweit biete ich eine selten anzutreffende Spezialisierung und Erfahrung in diesem Bereich an.

alt 1, Welche Anforderungen werden an den Ausbildungsbetrieb gestellt?

alt 2. Muss ich die deutsche Sprache beherrschen?

alt 3. Wie hoch muss mein Mindesteinkommen sein?

alt 4. Wie lange dauert ein Rechtsstreit um den Ausbildungsaufenthalt?

alt 5. Kann ich den Antrag auch aus dem Inland stellen?

alt 6. Anwaltskosten


1. Welche Anforderungen werden an den Ausbildungsbetrieb gestellt?

Es gibt keine festen Mindestanforderungen. Dennoch hat der eine Antrag Aussicht auf Erfolg, der andere nicht, warum? Die Arbeitsmigration wird nur dann bewilligt, wenn die Bundesrepublik Deutschland daran ein Interesse hat. Das ist nur dann der Fall, wenn die Auszubildenden in Deutschland benötigt werden, was wiederum nur dann der Fall ist, wenn sich in Deutschland nicht ausreichend deutsche Bewerber finden. Daher ist vor Mandatsannahme immer eine genaue Prüfung vorzunehmen, wie sich die Arbeitsmarktlage in dem nachgefragten Beruf darstellt. Gute Erfolgsaussichten finden sich typischwerweise in den so g. Mangelberufen. Ein Ausbildungsplatz in einem Mangelberuf allein genübt aber nicht. Denn bei Ausbildungsverhältnisse besteht auch immer eine gewisse Missbrauchsgefahr, dass also Auszubildende als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Die Behörden haben darauf einen Blick. Eine Merkmal für ein erfolgreiches Visumsverfahren ist daher sicher ein seriöses Unternehmen, das - unter Beachtung des equal pay und unter Gewährung fairer Ausbildungsbidungen - einen Ausbildungsplatz zur Verfügung stellt, der durch Bewerber auf dem inländischen Arbeitsmarkt nicht besetzt werden kann.

 

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2. Muss ich die deutsche Sprache beherrschen?

Das deutsche Berufsausbildungssystem ist dual: Ein Teil der Ausbildung findet im Betrieb statt. Der andere Teil in der Berufsschule. Konkurrierende Berufsschüler haben zumeist einen Realschulabschluss und sind Bildungsinländer. In der Berufsschule wird deutsch gesprochen. Eine Migration ganz ohne Deutschkenntnisse wird daher kaum bewilligt werden, denn ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss ist dann nicht zu erwarten.

Der Zugang zum deutschen Bildungssystem - beispielsweise im Rahmen eines Studienkollegs - ist mit dem Sprachniveau B1 eröffnet. Eine Orientierung daran ist sicherlich sinnvoll. Es ist aber nur eine erste Orientierung. Es ist in jedem Einzelfall genau zu prüfen, welches Sprachniveau gefordert wird. Diesen Anforderungen muss der Visumsantrag genügen. Dabei sollte das Augenmerk auch auf so g. Integrationsklassen gerichtet werden, in denen Berufsschulen integral die nötigen Deutschkenntisse im Rahmen der Berufsausbildung vermitteln. In solchen Fällen kann ein Einstieg auch mit einem Sprachniveau A1 oder A2 möglich sein. 

Zusammenfassung: Erfolgsaussichten hat ein Visumsantrag nur dann, wenn der Bewerber die Mindestanforderungen erfüllt. Diese Anforderungen sind in jedem Einzelfall gesondert zu prüfen.

 

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3.  Wie hoch muss mein Mindesteinkommen sein?

Als Mindesteinkommen kann man sich in etwas an den BAFöG-höchstsätzen orientieren. Die Gestaltung der Vergütung unterliegt allerdings in etlichen Fällen Besonderheiten. So bietet beispielsweise das Hotelgewerbe Migranten das mietfreie Wohnen in der Hotelanlage an. Dann wäre ein entsprechender Wohnvorteil als Entgelt zugunsten des Auszubildenden zu bewerten.

 

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4. Wie lange dauert ein Rechtsstreit um den Ausbildungsaufenthalt?

Die Dauer hängt ab vom Verfahrensstadium sowie von der Qualität der eingereichten Unterlagen. Allen Mandaten ist aber gemein, dass ganz kurzfristige Lösungen nur selten möglich sind. Der Auszubildende und der Ausbildungsbetrieb sollten wenigstens 6-12 Wochen als Mindestzeit kalkulieren. Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen kann sich ein Verfahren auch ein Jahr lang hinziehen. Die Verfahrensdauer ist ein wichtiger Aspekt bei der Mandatserteilung und wird von mir immer aktiv angeprochen. Nur wenn das Mandatsziel (Erteilung der Aufenthaltserlaubnis) und die mögliche Verfahrensdauer mit den Interessen des Mandanten und des Ausbildungsbetriebes in Einklang gebracht werden können, macht eine Mandatierung Sinn. 

 

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5. Kann ich den Antrag auch aus dem Inland stellen?

 

5.1. Antragstellung aus dem Inland (auch mit Duldung)

Der Antrag kann auch aus dem Inland gestellt werden. Für Personen, denen der Verlust der Aufenthaltserlaubnis droht, ergibt sich damit eine erfolgsträchtige Option, ein Daueraufenthaltsrecht zu erwerben. Aussicht auf Erfolg habe dabei aber nur die Fälle, in denen auch eine positive Prognose für einen erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung besteht.

Selbst mit Duldung kann ein Ausbildungsaufenthalt erstritten werden. Diese Regelung ist vielen nicht bekannt und eröffnet für Personen, die von der Abschiebung bedroht sind, die Option eines dauerhaften Aufenthaltsrechtes in Deutschland. Auch in diesem Fall ist allerdings immer erforderlich die Integration in ein deutsches Unternehmen und die positive Perspektive eines erfoglreichen Ausbildungsabschlusses.

 

5.2. Antragstellung aus dem Ausland

Die Antragstellung aus dem Ausland ist nach dem Gesetz der Normalfall. In diesen Fällen wird der Antrag auf Ausbildungsaufenthalt bei der Deutschen Botschaft gestellt. Bei der Deutschen Botschaft sind dann alle Unterlagen einzureichen. Fragen Sie bei Interesse nach. Ich habe etliche Fälle in diesem Bereich bearbeitet.

 

5.3. Referenzen

Ich habe in beiden Konstellationen (Antragstellung aus dem Ausland sowie aus dem Inland) Mandanten im Remonstrationsverfahren bzw. Klageverfahren erfolgreich vertreten, die im Rahmen des mir anvertrauten Mandates das Visum zum Ausbildungsaufenthalt erhalten haben. Diese Referenz ist sehr wichtig, denn nur wenn ein Anwalt das Interesse erfolgreich durchgesetzt hat, verfügt er über die nötige Beratungskompetenz für eine erfolgreiche Interessenvertretung.

 

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6. Anwaltskosten?

Kalkulieren Sie bei einer Vertretung gegenüber einer Deutschen Botschschaft oder Ausländerbehörde Anwaltskosten zwischen 500,00 - 1.500,00 €. Der genaue Preis hängt vom Aufwand ab. Vor einer Mandatserteilung ist zunächst zu prüfen, ob der Fall überhaupt geeignet ist und Erfolgsaussicht hat (Voraussetzung für eine Mandatsannahme).

Bei Interesse rufen Sie mich an: 0511. 220 620 60 oder mailen mir (). Vertrauen Sie auf bald 20 Jahre Berufserfahrung im Ausländerrecht.

 

 

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