Patrick Inhestern

Patrick Inhestern

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Familienrecht, Rechtsanwalt Patrick Inhestern aus Hannover

Wenn Ihnen der Umgang mit Ihrem Kind verwehrt wird, hilft oft nur, das Umgangsrecht bei dem Familiengericht geltend zu machen und einzuklagen. Als Fachanwalt für Familienrecht stehe ich Ihnen in derartigen Verfahren zur Seite und vertrete Ihre Interessen. Lesen Sie nachstehend, was bei Anträgen auf Regelung des Umgangs zu beachten ist, und wie solche Verfahren ablaufen.

Umfang des Umgangs ist einzelfallabhängig

Oft wird Umgang dahingehend geregelt, dass der nicht betreuende Elternteil das Kind oder die Kinder alle 14 Tage am Wochenende haben kann, und zwar von Freitags, 18:00 Uhr bis Sonntags 18:00 Uhr. Doch es muss nicht immer so sein. Im Einzelfall kann es auf der einen Seite so sein, dass weniger Umgang zu gewähren ist. Dies wird dann der Fall sein, wenn in der Vergangenheit der Elternteil, der den Umgang beansprucht, auch wenig Umgang hatte. Denkbar ist dann zunächst ein Umgang ohne Übernachtung am Wochenende. Auf der anderen Seite kommt mehr Umgang in Frage, wenn der Umgang beanspruchende Elternteil in der Vergangenheit eine enge Bindung zum Kind hatte. Denkbar ist dann neben dem Umgang am Wochenende weiterer Umgang auch unter der Woche. Umgang für Ferien und Feiertage gleich mitregeln Ich empfehle, stets eine möglichst präzise und umfassende Umgangsregelung zu treffen. In diesem Rahmen ist es zweckmäßig, Umgang für die Osterferien, Sommerferien, Herbstferien und Pfingsten geltend zu machen, und soweit erforderlich, den Umgang an den Weihnachtsfeiertagen, Osterfeiertagen und an sonstigen Feiertagen, und auch für den Geburtstag des Kindes geltend zu machen, und hierüber eine Vereinbarung zu treffen.

Ablauf des Verfahrens wegen Regelung des Umgangs bei dem Familiengericht

Der Antrag auf Regelung des Umgangs geht bei Gericht ein. Das Gericht leitet diesen Antrag an den anderen Elternteil weiter. Außerdem wird das Jugendamt informiert, und dem Kind wird ein Verfahrenspfleger ("Anwalt des Kindes") bestellt. Der Verfahrenspfleger setzt sich mit den Kindeseltern in Verbindung und spricht mit beiden Elternteilen, und wenn das Kind alt genug ist, auch mit dem Kind. Anhand dieser Gespräche gibt der Verfahrenspfleger eine Stellungnahme ab, ob und in welchem Umfang Umgang stattfinden soll. Das Gericht bestimmt einen Termin zur mündlichen Verhandlung. An diesem Termin nehmen neben den Mutter und Vater des Kindes der Verfahrenspfleger und das Jugendamt teil. Verfahrenspfleger und Jugendamt geben eine Stellungnahme ab, die Kindeseltern werden angehört. Auf dieser Grundlage trifft das Familiengericht dann seine Entscheidung, die idR zu einem späteren Zeitpunkt verkündet wird. Das Gericht kann auch auf eine einvernehmliche Regelung zwischen den Beteiligten hinwirken. Achtung: Das Gericht prüft, ob und in welchem Umfang der Umgang dem Kindeswohl am Besten entspricht.

Kosten des Verfahrens

Der Streitwert für das Umgangsrecht liegt bei 3000,00 €. An diesem Streitwert bemessen sich die Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Das Sorgerechtsverfahren kostet damit 586,08 €. Wenn ein Vergleich geschlossen wird, kommt eine Vergleichsgebühr hinzu. Die Gesamtkosten betragen dann 810,99 €. Wenn Sie bedürftig sind, besteht die Möglichkeit für das Verfahren Verfahrenskostenhilfe (VKH) zu beantragen.

Tipp: Wer VKH haben will, muss sich zuerst an das Jugendamt wenden

Wer Umgang geltend machen will, und dafür Verfahrenskostenhilfe (VKH) beantragt, der muss zuerst beim Jugendamt probiert haben, eine Umgangsregelung außergerichtlich herbeizuführen. Das Jugendamt sollte bestätigen, dass die Herbeiführung einer Umgangsregelung außergerichtlich gescheitert ist.

 

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